Probenbehälter Staubkörner

Asteroidenstaub scheibchenweise

Erste Proben der Hayabusa-2-Mission sind in Jena eingetroffen
Probenbehälter Staubkörner
Foto: Jens Meyer (Universität Jena)

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Was aussieht wie die profane Verpackung einer Speicherkarte fürs Handy, beinhaltet tatsächlich einen ganz besonderen Schatz: Vor einigen Wochen erreichten in dieser winzigen Schachtel (Foto) wenige Mikrometer große Gesteinsproben vom Asteroiden „Ryugu“ per Post die Uni Jena. Die Raumsonde Hayabusa-2 hatte das außerirdische Material 2019 auf dem Himmelskörper eingesammelt und in einer Probenkapsel auf die Erde geschickt. Nun nehmen ausgewählte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit in Scheiben geschnittenen Weltraumstaub unter die Lupe bzw. unters Mikroskop – darunter auch Prof. Falko Langenhorsts Arbeitsgruppe für Analytische Mineralogie der Uni Jena. Die japanische Weltraumorganisation JAXA hat die Jenaer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aufgrund ihrer Expertise und ihrer Erfahrung im Umgang mit solch sensiblem Material ausgewählt. Denn Langenhorst und sein Team haben bereits Proben des Asteroiden „Itokawa“ untersucht. Die Forschung auf diesem Gebiet verspricht wichtige Erkenntnisse über die Entstehung unseres Sonnensystems. Erste Ergebnisse will das Konsortium bald vorlegen. Der „Jenaer Asteroidenstaub“ wird dann wieder unversehrt in Japan gelandet sein. Quelle: Interne Nachrichten 07/21